Ein Large Language Model (LLM) ist ein KI-Sprach­mo­dell, das riesige Mengen an Daten ver­ar­bei­tet und unter anderem Texte verstehen, zu­sam­men­fas­sen und ge­ne­rie­ren kann. Es basiert auf ma­schi­nel­lem Lernen und arbeitet mit Mustern, die es innerhalb der Sammlung an Daten erkennt.

Welche Ei­gen­schaf­ten zeichnen ein Large Language Model aus?

Large Language Models (LLMs) bzw. große Sprach­mo­del­le oder auch KI-Sprach­mo­del­le sind im weitesten Sinne neuronale Netzwerke. Sie zeichnen sich dadurch aus, dass Computer mit ihrer Hilfe ei­gen­stän­dig Probleme lösen und ihre Fä­hig­kei­ten ver­bes­sern können. Dank künst­li­cher In­tel­li­genz und Deep Learning können sich LLMs selbst trai­nie­ren, sofern genügend aktuelle Daten ein­ge­speist werden.

Tipp

Large Language Models zählen zu den so­ge­nann­ten Foun­da­ti­on Models (FMs)?. Lesen Sie in unserem separaten Beitrag, was es mit diesen KI-Ba­sis­mo­del­len auf sich hat.

Große Sprach­mo­del­le können ver­schie­de­ne Aufgaben in na­tür­li­cher Sprache ausführen, zum Beispiel folgende:

  • Text erstellen
  • Inhalte zu­sam­men­fas­sen
  • Inhalte über­set­zen
  • Text­mus­ter erkennen und vor­her­sa­gen
  • In­for­ma­tio­nen be­reit­stel­len
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Wofür werden Large Language Models ein­ge­setzt?

LLMs können für eine Reihe von Aufgaben und An­wen­dungs­fel­dern trainiert werden. Besonders beliebt ist der Einsatz als Ge­ne­ra­ti­ve AI, also als KI-Lösung, die neue Inhalte oder Daten erzeugen kann, die denen ähneln, mit denen sie trainiert wurde. Die Bedienung des Dienstes gelingt in diesem Fall per Prompt En­gi­nee­ring. Wir haben einige der be­lieb­tes­ten Use Cases für Large Language Models zu­sam­men­ge­fasst:

  • Tex­terstel­lung: LLMs eignen sich perfekt für AI-Tools, die Sie bei der Ge­ne­rie­rung von Texten un­ter­stüt­zen. Dabei spielt es weder eine Rolle, ob Sie ein Gedicht, eine E-Mail, einen Blog­ar­ti­kel, einen Nach­rich­ten­bei­trag oder einen Pro­dukt­text benötigen, noch, wie viele Wörter der Text umfassen soll.
  • Text­ana­ly­se und -op­ti­mie­rung: Ein gut trai­nier­tes Large Language Model kann Ihnen dabei helfen, vor­han­de­nes Text­ma­te­ri­al auf Fehler oder Ver­bes­se­rungs­po­ten­zi­al zu über­prü­fen. Auch die Über­set­zung in andere Sprachen ist ein typisches An­wen­dungs­sze­na­rio.
  • Pro­gram­mie­rung: Auch in der An­wen­dungs­ent­wick­lung bieten die Mög­lich­kei­ten von KI-Sprach­mo­del­len groß­ar­ti­ge Chancen. So kann man ge­schrie­be­nen Code auf Kor­rekt­heit über­prü­fen oder wie­der­keh­ren­de Bausteine au­to­ma­ti­siert erstellen lassen.
  • Sentiment-Analyse: Große Sprach­mo­del­le er­mög­li­chen es Ihnen, die Stim­mungs­la­ge von Kun­den­re­zen­sio­nen, Blog-Kom­men­ta­ren oder Social-Media-Re­ak­tio­nen im Rahmen einer Sentiment-Analyse zu­sam­men­zu­fas­sen und aus­zu­wer­ten.
  • Chatbots: Für die schnelle Be­ant­wor­tung von Nut­zer­fra­gen zu Produkten, Dienst­leis­tun­gen oder Services sind Chatbots auf LLM-Basis die perfekte Lösung.
  • DNA-Forschung: Bei der Analyse von DNA-Sequenzen sorgen KI-Tools, die auf ein Large Language Model zu­rück­grei­fen, für eine er­heb­li­che Ver­ein­fa­chung der Arbeit. Sie helfen bei­spiels­wei­se, wie­der­keh­ren­de bzw. auf­fäl­li­ge Muster in DNA-Strängen zu erkennen.
  • Audio- und Bild­ma­te­ri­al ver­ar­bei­ten: In der täglichen Arbeit mit Bild und Ton können LLMs Sie ebenfalls tat­kräf­tig un­ter­stüt­zen. Es ist unter anderem möglich, Un­ter­ti­tel in ver­schie­de­nen Sprachen zu erzeugen, Sprach­mus­ter und Gesichter zu erkennen und neue Bilder oder Songs zu ge­ne­rie­ren.
Tipp

In unserem IONOS Blog können Sie erfahren, wie Sie eine au­to­ma­ti­sier­te Keyword-Auswahl mit Large Language Modellen durch­füh­ren.

Wie funk­tio­nie­ren LLMs?

Künst­li­che In­tel­li­genz kann grund­sätz­lich nichts mit un­struk­tu­rier­ten Daten wie Fließ­tex­ten oder Bildern anfangen – sie ist auf nu­me­ri­sche Werte an­ge­wie­sen. Damit sie mit na­tür­li­cher Sprache arbeiten können, basieren LLMs daher auf so­ge­nann­ten Trans­for­mer- bzw. Trans­for­ma­tor-Modellen. Diese sorgen dafür, dass ein­ge­ge­be­ne Prompts in Token um­ge­wan­delt werden. Jedes Token umfasst dabei einen Wort­be­stand­teil, dem wiederum eine ein­deu­ti­ge ID zu­ge­ord­net wird. Auf diese Weise hat das Large Language Model einen nu­me­ri­schen Wert für jedes einzelne Token zur Verfügung und kann die einzelnen Be­stand­tei­le der Eingabe erfassen und verstehen. Für die best­mög­li­che Ver­ar­bei­tung kommen teilweise mehrere hundert Mil­li­ar­den Parameter zum Einsatz, die stetig optimiert werden.

Hinweis

Als mögliche LLM-Token-Form wären prin­zi­pi­ell auch ganze Wörter oder Sätze möglich. Die Ver­wen­dung von Wort­be­stand­tei­len hat jedoch den Vorteil, dass diese auch in Wörtern vorkommen, die das KI-Sprach­mo­dell noch nicht kennt, was das Training ef­fi­zi­en­ter macht.

Das LLM stellt sta­tis­ti­sche Ver­bin­dun­gen zwischen den einzelnen erfassten Token her und erkennt auf diese Weise Muster – zum Beispiel, in welchem Kontext die je­wei­li­gen Wort­be­stand­tei­le am häu­figs­ten vorkommen, aber eben auch, wie Sätze eines Ab­schnitts zu­ein­an­der in Beziehung stehen. Bei der Ausgabe generiert ein großes Sprach­mo­dell zunächst Tokens, die dann in na­tür­li­che Sprache um­ge­wan­delt werden. Die Antwort basiert dabei auf Wahr­schein­lich­kei­ten: Token mit nied­ri­ge­rer Wahr­schein­lich­keit kommen seltener zum Einsatz als solche mit hoher Wahr­schein­lich­keit. Durch die Anpassung des Pa­ra­me­ters „tem­pe­ra­tu­re“ (je höher der Wert, desto kreativer die Antworten) kann man ein Large Language Model auch dazu bringen, seltenere Begriffe zu wählen.

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Welche KI-Sprach­mo­del­le gibt es?

Large Language Models nehmen in der heutigen Business-Welt eine wichtige Rolle ein. In passender Weise ein­ge­setzt, bringen sie einem Un­ter­neh­men ver­schie­dens­te Vorteile wie eine ver­bes­ser­te Kun­den­bin­dung, In­no­va­ti­on, eine ver­bes­ser­te Ent­schei­dungs­fin­dung und vor allem eine ge­stei­ger­te Pro­duk­ti­vi­tät bzw. Effizienz. Die große Zahl an ver­füg­ba­ren KI-Sprach­mo­del­len ist daher keine große Über­ra­schung. Nach­fol­gend haben wir einige der wich­tigs­ten Lösungen auf dem Markt für Sie zu­sam­men­ge­fasst:

  • GPT-3.5 und GPT-4: GPT-3.5 und GPT-4 von OpenAI zählen zu den be­kann­tes­ten großen Sprach­mo­del­len. Die beiden Vertreter der GPT-Familie (Ge­ne­ra­ti­ve Pre­trai­ned Trans­for­mer) sind die Basis des weltweit er­folg­rei­chen Chatbots ChatGPT. Version 4 arbeitet ver­mut­lich mit über 1 Billion Pa­ra­me­tern.
  • BERT: BERT (Bi­di­rec­tion­al Encoder Re­pre­sen­ta­ti­ons from Trans­for­mers) ist ein Large Language Model aus dem Hause Google, das bereits für eine Reihe von An­wen­dun­gen zur Ver­ar­bei­tung na­tür­li­cher Sprache verwendet wurde – von Such­ma­schi­nen (u. a. Google selbst) bis hin zu Chatbots. In seiner großen Aus­füh­rung BERT large kommen 340 Millionen ver­schie­de­ne Parameter zum Einsatz.
  • PaLM: Mit PaLM (Pathways Language Model) bzw. PaLM 2 hat Google außerdem eine direkte LLM-basierte Kon­kur­renz zu ChatGPT im Angebot. Der Bot, der auf 540 Mil­li­ar­den Pa­ra­me­tern basiert, zeichnet sich unter anderem durch ein aus­ge­feil­tes Ver­ständ­nis von formaler Logik, Ma­the­ma­tik und Kodierung aus.
  • LlaMA: Das quell­of­fe­ne Large Language Model LlaMA (Large Language Model Meta AI) stammt aus der Feder des Facebook-Ent­wick­lers Meta. Es soll Ent­wi­ckeln­den, For­schen­den und Un­ter­neh­men die Mög­lich­keit bieten, ge­ne­ra­ti­ve KI-Ideen zu ent­wi­ckeln, zu erproben und ver­ant­wor­tungs­voll zu skalieren. Je nach gewähltem Modell werden 8 bzw. 70 Mil­li­ar­den Parameter be­rück­sich­tigt.
  • Claude: Bei Claude handelt es sich um eine LLM-Lösung von Anthropic, die so kon­zi­piert wurde, dass Er­geb­nis­se möglichst hilfreich, harmlos und genau sind. Das Ziel ist eine AI, die ethischer und ver­ant­wor­tungs­vol­ler als andere Al­ter­na­ti­ven ist.
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