KI-Bil­der­ken­nung ist eine Tech­no­lo­gie, die künst­li­che In­tel­li­genz (KI) nutzt, um Objekte, Personen, Texte und Ak­ti­vi­tä­ten in Bildern zu iden­ti­fi­zie­ren, zu ana­ly­sie­ren und zu ka­te­go­ri­sie­ren. Wir erklären, wie AI Image Re­co­gni­ti­on genau funk­tio­niert und welche An­wen­dungs­be­rei­che es gibt.

Bil­der­er­ken­nung ist ein Bereich der künst­li­chen In­tel­li­genz, der schon heute viel­fäl­ti­ge An­wen­dungs­mög­lich­kei­ten für ganz un­ter­schied­li­che Bereiche bietet. So lassen sich bei­spiels­wie­se Objekte wie Pflanzen iden­ti­fi­zie­ren oder Sie können per Foto nach Produkten im Internet suchen. Die KI kann auch Menschen erkennen und daraufhin nach passenden Profilen in sozialen Medien suchen. Dem zugrunde liegt die so­ge­nann­te Image Re­co­gni­ti­on, die wir im Artikel genauer erklären.

Was ist Image Re­co­gni­ti­on und wie funk­tio­niert sie?

Die Bil­der­ken­nung oder Image Re­co­gni­ti­on be­zeich­net die Fähigkeit von Computern, Objekte und Personen, aber auch Texte und andere Elemente in Bildern und Videos au­to­ma­ti­siert zu erkennen und auf Basis der zu­grun­de­lie­gen­den Trai­nings­mo­del­le zu klas­si­fi­zie­ren. Dadurch weiß die KI bei­spiels­wei­se, dass eine Katze eine Katze ist. Die Basis für die Analyse erfolgt im Bereich der künst­li­chen In­tel­li­genz durch das Machine Learning, mit dem KI-Modelle auf die Erkennung und Klas­si­fi­zie­rung un­ter­schied­li­cher Daten trainiert werden können.

Dabei geht die KI meist wie folgt vor:

  • Sammlung von Daten: Die KI benötigt viel­fa­chen Input in Form von Bilddaten. Diese Bilder werden oftmals im Vorfeld ka­te­go­ri­siert, damit das System Muster lernt und diese später wie­der­erkennt.
  • Vor­ver­ar­bei­tung: Um das System möglichst gut zu trai­nie­ren, werden die Bilder vor­be­rei­tet, indem bei­spiels­wei­se Größe und Farben der Bilddaten angepasst werden oder Effekte entfernt werden.
  • Ex­trak­ti­on der Features: Im nächsten Schritt werden vom System relevante Merkmale, so­ge­nann­te Features, aus den Bilddaten ex­tra­hiert. Dazu gehören zum Beispiel Formen, Kanten oder Farben.
  • Mo­dell­trai­ning: Mit den auf­be­rei­te­ten Daten wird dann ein neu­ro­na­les Netzwerk trainiert. Das Ziel ist hierbei, dass das Modell lernt, die ex­tra­hier­ten Features be­stimm­ten Ka­te­go­rien zu­zu­ord­nen.
  • Klas­si­fi­zie­rung: Nachdem das System trainiert wurde, kann das Modell neue, un­be­kann­te Bilder ana­ly­sie­ren. Auf dieser Basis und auf den gelernten Mustern werden nun Objekte oder Personen erkannt und den Ka­te­go­rien zu­ge­ord­net.
  • Fein­ab­stim­mung und Einsatz: Im späteren Verlauf wird das Modell im Einsatz immer weiter ver­fei­nert. So lassen sich präzisere Ab­stim­mun­gen für den ge­wünsch­ten Ein­satz­be­reich vornehmen, bei­spiels­wei­se im Bereich der me­di­zi­ni­schen Dia­gnos­tik, wo Scans aus der Ra­dio­lo­gie un­ter­sucht werden.
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Welche An­wen­dungs­ge­bie­te sind die wich­tigs­ten im Bereich AI Image Re­co­gni­ti­on?

KI-Bil­der­ken­nung wird mitt­ler­wei­le in vielen In­dus­trien und all­täg­li­chen An­wen­dungs­fäl­len genutzt – oftmals ohne dass Ver­brau­che­rin­nen und Ver­brau­cher dies direkt bemerken. Zu den wich­tigs­ten Bereichen gehören unter anderem:

  • Ge­sund­heits­we­sen: In einem Bereich, in dem genaue Analysen von Krank­heits­bil­dern bzw. -ursachen ent­schei­dend sind, kann KI-Bil­der­ken­nung bei der Er­stel­lung von me­di­zi­ni­schen Diagnosen un­ter­stüt­zen. Dies wird bei­spiels­wei­se in der Ra­dio­lo­gie genutzt, um Rönt­gen­auf­nah­men oder MRT-Scans zu ana­ly­sie­ren.
  • Si­cher­heit und Über­wa­chung: In puncto Si­cher­heits­tech­nik wird KI ein­ge­setzt, um bei­spiels­wei­se öf­fent­li­che Plätze zu über­wa­chen. So scannt die KI per Ge­sichts­er­ken­nung an Flughäfen, ob sich im Flug­be­reich als kriminell ein­ge­stuf­te oder gesuchte Personen aufhalten. Ebenso kann mit der AI Image Re­co­gni­ti­on der Zugang zu Gebäuden be­schränkt werden.
  • Mobilität: Ohne die KI-gestützte Bil­der­ken­nung wäre autonomes Fahren nicht möglich. Die KI erkennt we­sent­li­che Faktoren wie Ver­kehrs­zei­chen, andere Fahrzeuge und Personen im Stra­ßen­ver­kehr und Hin­der­nis­se und steuert anhand dieser In­for­ma­tio­nen das Fahrzeug. Dies wird dadurch ge­währ­leis­tet, dass Kameras und andere Sensoren ständig Input liefern, der für eine rei­bungs­lo­se Fahrt in Echtzeit ver­ar­bei­tet werden muss.
  • Industrie: In der Fertigung von Waren und Teilen wird die Bil­der­ken­nung zur Qua­li­täts­kon­trol­le verwendet. Dadurch können feh­ler­haf­te Waren oder Teile im Pro­duk­ti­ons­pro­zess früh­zei­tig erkannt und aus­sor­tiert werden. Möglich sind Analysen auf einer De­tail­e­be­ne, die für das mensch­li­che Auge teils nur schwer zu erkennen ist.
  • Land­wirt­schaft: In diesem Bereich hilft die Image Re­co­gni­ti­on mittels KI dabei, Rei­fe­gra­de von Pflanzen, Nähr­stoff­be­dar­fe oder Anzeichen von Schäd­lings­be­fall zu iden­ti­fi­zie­ren. Land­wirt­schaft­li­che Betriebe nutzen hierzu oftmals Drohnen, die große Gebiete erfassen können, ohne andere Maschinen zu bewegen und dadurch bei­spiels­wei­se zur Bo­den­ver­dich­tung bei­zu­tra­gen.
  • Ein­zel­han­del: Hier hilft künst­li­che In­tel­li­genz, Wa­ren­be­stel­lun­gen ef­fi­zi­en­ter zu gestalten, indem etwa zur Neige gehende Produkte erkannt und Neu­be­stel­lun­gen au­to­ma­tisch ausgelöst werden. Einige Händ­le­rin­nen und Händler nutzen KI auch dazu, mit­ge­nom­me­ne Produkte zu re­gis­trie­ren, sodass am Ende des Einkaufs ein au­to­ma­ti­scher Bu­chungs­vor­gang ausgelöst wird. So entfallen Kas­sen­zei­ten und das Ein­kaufs­er­leb­nis wird ef­fi­zi­en­ter.

Was sind die Chancen und Risiken von KI-Bil­der­ken­nung?

Die Image Re­co­gni­ti­on sorgt in vielen Bereichen für ef­fi­zi­en­te­re Abläufe, da KI viele Aufgaben übernimmt, die Menschen und Maschinen nur schwer oder un­zu­rei­chend leisten können. Neben den Chancen sind aber auch Risiken mit dem Einsatz von KI verbunden. Diese betreffen ins­be­son­de­re die Da­ten­grund­la­ge und das Training der künst­li­chen In­tel­li­genz, denn diese ent­schei­den über die Qualität der später ver­füg­ba­ren Analysen und Er­geb­nis­se.

Chancen von Image Re­co­gni­ti­on

  • Höhere Effizienz und bessere Ge­nau­ig­keit: Durch die Ge­schwin­dig­keit in der Analyse und die Präzision der aus­ge­wer­te­ten Daten lassen sich Prozesse be­schleu­ni­gen und die Er­geb­nis­se ver­bes­sern, da eine manuelle Aus­wer­tung länger dauert und aufgrund des Faktors Mensch mit Fehlern behaftet sein kann.
  • In­no­va­ti­ons­kraft und neue Pro­zess­stu­fen: Der Einsatz von KI er­mög­licht neuen Tech­no­lo­gien wie dem autonomen Fahren erst den Brei­ten­ein­satz. Ebenso lassen sich durch die Bil­der­ken­nung maß­geb­li­che Schritte in Fer­ti­gungs­pro­zes­sen oder bei der land­wirt­schaft­li­chen Pro­duk­ti­on au­to­ma­ti­sie­ren.
  • Per­so­na­li­sier­te Kun­den­er­leb­nis­se: Die Bil­der­ken­nung durch KI kann den Ein­kaufs­pro­zess offline und online in­di­vi­dua­li­sie­ren, womit nicht nur die Kun­de­n­er­fah­rung ver­bes­sert wird, sondern auch Kun­den­an­for­de­run­gen genauer bedient und damit mehr Verkäufe erzielt werden können.
  • Ver­bes­ser­te Si­cher­heits­um­ge­bun­gen: An un­ter­schied­li­chen Stellen kann KI schneller und genauer auf Ver­än­de­run­gen im öf­fent­li­chen Raum reagieren und so für eine sicherere In­fra­struk­tur an wichtigen Ver­kehrs­kno­ten­punk­ten oder auf öf­fent­li­chen Plätzen sorgen.
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Risiken der AI Image Re­co­gni­ti­on

  • Da­ten­schutz und Pri­vat­sphä­re: Wo KI für eine Ver­bes­se­rung der öf­fent­li­chen Si­cher­heit sorgen kann, erfolgen al­ler­dings oftmals Eingriffe in die Pri­vat­sphä­re durch die Erfassung und Aus­wer­tung von per­so­nen­be­zo­ge­nen Daten – teilweise ohne das Wissen der be­trof­fe­nen Personen bzw. ohne deren Zu­stim­mung. Diese In­for­ma­tio­nen können in falsche Hände gelangen und für kri­mi­nel­le Zwecke miss­braucht werden.
  • Dis­kri­mi­nie­rung und Trai­nings­bi­as: KI-Systeme ana­ly­sie­ren neue Daten immer auf der Grundlage der­je­ni­gen Daten, mit denen sie trainiert wurden. Werden bei­spiel­wei­se Trainings vor­wie­gend mit hell­häu­ti­gen Personen durch­ge­führt, kann sich dies für dun­kel­häu­ti­ge Personen negativ auswirken. Das kann etwa beim Zugang zu si­cher­heits­re­le­van­ten Bereichen zu Problemen führen.
  • Fehlende Trans­pa­renz: Systeme zur KI-Bil­der­ken­nung sind komplex und die zu­grun­de­lie­gen­den Trainings schwer nach­zu­voll­zie­hen. Dies kann dazu führen, dass Ent­schei­dun­gen, die auf den Er­geb­nis­sen der Systeme basieren, nicht trans­pa­rent sind. Ent­schei­dun­gen in den Bereichen der Straf­ver­fol­gung können so unter Umständen kritische Er­geb­nis­se her­vor­ru­fen.
  • Verlust von mensch­li­chen Fä­hig­kei­ten: Je mehr KI und KI-Bil­der­ken­nung die Fä­hig­kei­ten von Menschen ersetzen, desto mehr wächst die Gefahr, Schlüs­sel­fer­tig­kei­ten zu ver­nach­läs­si­gen. Dies kann bei­spiels­wei­se beim autonomen Fahren oder auch bei der me­di­zi­ni­schen Diagnose dazu führen, dass mensch­li­ches (Fach-)Wissen verloren geht.
  • An­fäl­lig­keit für Miss­brauch: Wo große Mengen an Daten ge­spei­chert und aus­ge­wer­tet werden, sind Ein­falls­to­re für miss­bräuch­li­che Ver­wen­dun­gen durch Cy­ber­kri­mi­nel­le gegeben. Diese können die KI-Bil­der­ken­nung bei­spiels­wei­se nutzen, Personen auf­zu­spü­ren oder Si­cher­heits­sys­te­me zu ma­ni­pu­lie­ren oder ganz lahm­zu­le­gen.

Fazit: AI Image Re­co­gni­ti­on muss ver­ant­wor­tungs­voll ein­ge­setzt werden

Die Chancen, die aus der Image Re­co­gni­ti­on erwachsen, sind bran­chen­über­grei­fend groß und bieten für ganz un­ter­schied­li­che Bereiche er­heb­li­che Op­ti­mie­rungs­mög­lich­kei­ten. Aufgrund der damit zugleich ver­bun­de­nen Risiken ist es jedoch wichtig, dass die Systeme mit den höchsten Si­cher­heits­stan­dards zur Anwendung gebracht werden, um Miss­brauch vor­zu­beu­gen und gleich­zei­tig ethische Standards ein­zu­hal­ten. Bereits beim Training der KI ist zudem auf Trans­pa­renz und Di­ver­si­fi­ka­ti­on der Da­ten­ba­sis zu achten. So kann auf lange Sicht si­cher­ge­stellt werden, dass die Tech­no­lo­gie mehr Nutzen als Schaden bringt.

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